S&K-Unternehmensgruppe – Anlegern drohen erhebliche Verluste durch Schneeballsystem

PIA ProtectInvestAlliance („PIA“) vertritt aktiv die Interessen geschädigter S&K Anleger. PIA ist ein Zusammenschluss der auf Investorenschutz spezialisierten Kanzleien NIEDING + BARTH Rechtsanwaltsaktiengesellschaft und TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die jeweils seit rund zwanzig Jahren über vielfältige Erfahrungen im Bereich des Schutzes von privaten und institutionellen Investoren verfügen und zusammen mehr als 200 höchstrichterliche Entscheidungen auf diesem Sektor herbeigeführt haben.

Ermittler Suchen noch den Durchblick, Immobilienzeitung vom 20.2.2014

Der Fall:

Mit einer bundesweiten Razzia in sieben Bundesländer hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft am 19.02.2013 Geschäftsräume der Frankfurter Firmengruppe S&K sowie deren Partnerunternehmen United Investors Investors & Cie Emissionshaus GmbH durchsucht und mehrere Personen, darunter die Geschäftsführer dieser Unternehmen, festgenommen. Bei S&K handelt es sich um ein Unternehmen, das nach eigenen Angaben im Immobilienhandel tätig ist und einen angeblichen Immobilienbestand von über EUR 1,7 Mrd. verwaltet. PIA beobachtet die Geschäftstätigkeit dieser Firma bereits seit 2011 ausgesprochen kritisch.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt spricht nun von einem großangelegten Schneeballsystem und ermittelt u.a. wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs mit Kapitalanlagen und Untreue. Zusammen mit der Hamburger Unternehmensgruppe United soll die von den Herren Stephan Schäfer und Jonas Köller gegründete S&K Gruppe durch ein sogenanntes "Schneeballsystem" geschätzte 37.000 Anleger in dreistelliger Millionenhöhe geschädigt haben. Die Gelder der Anleger sollen nach offizieller Erklärung der ermittelnden Staatsanwaltschaft insbesondere für den luxuriösen Lebensstil der Beschuldigten, die hohen Kosten der Unternehmen und der zweckwidrigen Objektfinanzierung verwandt worden sein.

Begonnen hatte S&K im Jahr 2000 als Immobilienhandelsunternehmen, das sich auf den Erwerb von Immobilien u.a. aus Zwangsversteigerungen spezialisiert hatte. Ab 2008 legte die S&K Gruppe in Zusammenarbeit mit der United Investors mehrere Fonds auf. Dabei handelt es sich im Einzelnen um die folgenden Beteiligungsgesellschaften:

  1. S&K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH & Co. KG
    Über eine Treuhandkommanditistin der United Investors Gruppe wurden hier die Gelder der Anleger, ausweislich des Prospektes, in andere S&K Gesellschaften investiert, die sich wiederum an weiteren S&K Zweckgesellschaften beteiligen sollten. Diese sollten dann in Immobilien aus Zwangsversteigerungen investieren.
  2. Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG
    Bei dieser Beteiligung wurden Anlegergelder des Fonds als Darlehen an die Deutsche S&K Sachwert AG vergeben, welche die Gelder dann auf dem deutschen Immobilienmarkt investieren sollte. Die Beteiligung erfolgte über eine treuhänderisch gehaltene Kommanditbeteiligung.
  3. Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG
    Der Nachfolgefonds zum Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG versprach die gleiche Strategie wie der Vorgänger. Auch hier sollten Anlegergelder als Darlehen an S&K Gesellschaften vergeben werden, die dann im Immobilienmarkt investieren sollten.
  4. S&K Investment GmbH & Co. KG und S&K Investment Plan GmbH & Co. KG
    Als Private-Equity Fonds sollten die vorstehenden Beteiligungsangebote nicht nur der Immobilienfinanzierung, sondern der S&K Gruppe auch zum Wachstum dienen.

Neben den Fondsanteilskäufern können von dem vermuteten Schneeballsystem zudem auch alle Anleger betroffen sein, die in Produkte investiert haben, die wiederum in Gesellschaften der S&K Gruppe investiert haben oder der S&K Gruppe angehören.

Dabei handelt es sich nach aktuellen Erkenntnissen um die folgenden Investments:

  1. Die sogenannten „Vario” Produkte (Vario Zins, Vario Flex, Vario Loan, Vario First und Vario Prime) der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG (DSW), die in S&K Gesellschaften investiert haben.
  2. Die MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6 GmbH & Co. KG's, die von der S&K Gruppe 2011 übernommen wurden.
  3. Die SHB-Fonds der SHB Innovative Fondskonzepte AG, an denen die S&K Gruppe über die Muttergesellschaft beteiligt ist, insbesondere die SHB Altersvorsorgefonds, SHB Renditefonds 6 und die SHB Fonds Fürstenfeldbruck und München
  4. Die DCM-Fonds der DCM AG, die seit 2012 von der S&K gehörenden DCM Verwaltungs GmbH und der DCM Service GmbH verwaltet werden.
  5. Die Asset Trust AG bewog Anleger in der Vergangenheit dazu, Lebensversicherungen gegen  Investments in S&K zu tauschen. Auch über die Deutsche Sachwert Emissionshaus AG beteiligen sich Anleger an S&K.

Bezüglich aller vorstehenden Anlagen drohen den Anlegern erhebliche Verluste, da das Geschäftsmodell der S&K Gruppe nach aktuellen Erkenntnissen auf einem Schneeballsystem basierte: die Ausschüttungen und Zinszahlungen an die Anleger wurden offensichtlich durch die Gelder neu eingeworbener Investoren beglichen, ohne tatsächlich ausreichende Gewinne mit den Investitionen zu erzielen. Gleichzeitig ist nach aktuellen Erkenntnissen davon auszugehen, dass der Bestand an Immobilien der S&K Gesellschaften mit deutlich überhöhten Preisen bewertet wurde. Aus diesem Grund droht die Gefahr, dass das noch vorhandene Vermögen der Gesellschaft nicht ausreichen wird, die Verbindlichkeiten der Gesellschaften zu bedienen.

Die PIA ProtectInvestAlliance rät dringend dazu, schon jetzt tätig zu werden, um die eigenen Ansprüche zu sichern. Registrieren Sie sich kostenfrei unter info@pia.de - zunächst für die Interessengemeinschaft S&K Schaden. Wir prüfen Ihre Ansprüche und leiten nach Mandatserteilung anschließend die notwendigen rechtlichen Schritte ein.

Um die Interessen der geschädigten Anleger optimal zu vertreten, werden wir zunächst alle entsprechenden Anspruchsgegner identifizieren, um dann Ihre Ansprüche geltend zu machen.

Hierbei sind jedoch die Erkenntnisse aus den laufenden Ermittlungsverfahren abzuwarten. Dabei ist festzuhalten, dass es sich aktuell um ein laufendes Ermittlungsverfahren handelt und die Vorwürfe noch nicht bewiesen sind!

Der S&K Gruppe und den beteiligten Unternehmen wird von der Staatsanwaltschaft unter anderem Betrug und Untreue vorgeworfen. Im Rahmen der durchgeführten Durchsuchungen wurden von der Staatsanwaltschaft angeblich Vermögenswerte in Höhe von ca. EUR 100 Mio. sichergestellt. Hier könnten Ansprüche im Rahmen des Strafverfahrens geltend gemacht werden, beispielsweise durch Vollstreckung in das sichergestellte Vermögen (Rückgewinnungshilfe).

Es kommen darüber hinaus Ansprüche gegen die Fonds selbst und das Fondsmanagement in Betracht. Auch ein Vorgehen gegen bestimmte Vertriebspartner der Fonds könnte möglich sein.

Sollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft auch im Hinblick auf weitere Beteiligte bestätigen, kämen unter Umständen auch Ansprüche gegen die Wirtschaftsprüfer der Gesellschaften, Immobiliengutachter sowie beteiligte Rechtsanwälte und Notare in Betracht.

Pressemitteilung S&K

Für weitere Informationen:

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Infinus Gruppe

Hausdurchsuchungen und Haftbefehle wegen Betrugsverdachts bei der Infinus Gruppe. Nach Medienangaben könnten bis zu 25.000 Anleger betroffen sein.

S&K

PIA-Mandanten können in Vermögen der S&K-Gründer hinein vollstrecken. Das Frankfurter Amtsgericht hat auf Anträge der PIA Rechtsanwaltsgesellschaft mbH seit Anfang Oktober 2013 mehrere "dingliche Arreste" zugunsten geschädigter Privatanleger gegen die Hauptverantwortlichen der S&K Gruppe erlassen.

Morgan Stanley P2 Value

Die PIA vertritt derzeit rund 350 Klagen beim Landgericht Frankfurt am Main gegen die Morgan Stanley Real Estate Investment GmbH . Für ihre Mandanten hat die PIA Musterverfahrensanträge nach dem KapMuG gestellt. Die PIA kämpft damit für Ihre Mandanten für ein kostengünstiges Musterverfahren.

K1/Kiener

PIA hat mehr als 120 Schadensersatzklagen gegen die britische Bank eingereicht, die in großem Stil Zertifikate auf Kiener-Produkte begeben hat. Das Ziel: Ein Musterverfahren für K1-Geschädigte.